Kashinath Mandir
Der «schwimmende Tempel» (auch Sagar Shiv Mandir) auf der Ile aux Goyaviers bei Poste de Flacq, früher nur bei Ebbe über einen Deich erreichbar.
Kashinath Mandir, auch Sagar Shiv Mandir genannt, wird als «schwimmender Tempel» bezeichnet. Er wurde 2007 auf der Mini-Insel Ile aux Goyaviers nahe dem Ort Poste de Flacq gebaut. Damals war die Insel nur über einen kleinen Deich erreichbar, der nur bei Ebbe begehbar war. Sobald die Flut einsetzte, wurde dieser Zugang durch das Wasser vom Festland getrennt. Es sah dann so aus, als würde der Tempel mitten im Indischen Ozean stehen. Daher stammt die Bezeichnung «schwimmender Tempel».

Der Tempel ist zwar von Wasser umgeben, doch eine befestigte, dauerhafte Zufahrt führt zur Gebetsstätte. So kann man jederzeit mit den Gottheiten des Hinduismus in Verbindung treten. Nur bei Flut und besonders hohem Wasserstand ist die Insel vom Festland abgeschnitten.
Der Tempel ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich. Man sollte sich dezent kleiden und die Schuhe ausziehen, wenn man darum gebeten wird.
Auf dem ehemaligen Deichstück befinden sich die Überreste einer hinduistischen Verbrennungsstätte.
Der Tempel selbst ist ein filigranes Kunstwerk in Weiß. In überdachten Pavillons stehen viele bunte Figuren und Statuen aus der hinduistischen Götterwelt.

Shivas Reittier Nandi hat einen Ehrenplatz. Der Stier gilt als Wächter des Shiva-Tempels.
Den ganzen Tag über sieht man viele Hindus in ihren farbenprächtigen Saris, wie sie schweigend Opfergaben vor ihren Gottheiten niederlegen und Gebete sprechen.
Kashinath Mandir ist umgeben von purer Ruhe und klarem Wasser, in dem man viele bunte Fische mit bloßem Auge sehen kann. Der Blick in die Ferne zeigt eine Lagune, die mit ihren sattgrünen Mangroven ein wunderschönes Bild bietet.
