Der Mauritius-Reiseführer

Im Reiseführer suchen

    Ort, Strand, Ausflug oder Frage eingeben, zum Beispiel Chamarel, Mietwagen oder Regenzeit.

    Wellenreiten

    Surfspots im Südwesten: Tamarin Bay auch für Anfänger, One-Eye bei Le Morne nur für Erfahrene, Ilôt Sancho; Saison etwa von Mai bis Oktober.

    Wellenreiten ist generell an der Südwestküste von Mauritius möglich. Die Saison ist der mauritische Winter, etwa von Mai bis Oktober; am besten sind die Monate Juni bis September. Dennoch herrschen das ganze Jahr über hin und wieder gute Wellenbedingungen.

    Das Wellenreiten, und hier im Speziellen die Tamarin Bay, wurde auf Mauritius ab den 1960er-Jahren bekannt. In den 1970ern kamen die Hippie-Surfer, vor allem aus Australien, um die damals noch unbekannten und einsamen Spots zu surfen. Auch heute gibt es einige gute Spots, doch Geheimtipps sind sie längst nicht mehr.

    Tamarin Bay

    Die Bucht von Tamarin, im Hintergrund der Tourelle du Tamarin und in der Ferne Le Morne
    Die Bucht von Tamarin, im Hintergrund der Tourelle du Tamarin und in der Ferne Le Morne Foto: Arne Müseler, CC BY-SA 3.0 de

    Der bekannteste Surfspot liegt in der Bucht von Tamarin, in der der Tamarin River in den Indischen Ozean mündet. Für Anfänger ist er gut geeignet: Sie üben in der Nähe der Flussmündung im stehtiefen Wasser mit sandigem Untergrund. Könner wagen sich weiter hinaus aufs Riff und surfen dort eine zum Teil sehr hohe und saubere, meist linksbrechende Welle. Am nördlichen Rand der Bucht bricht Black Stone, eine Welle für Erfahrene. Bei guten Wetterbedingungen ist das Wasser hier voll mit Surfern, sodass auch Nichtsurfer beim Zuschauen auf ihre Kosten kommen.

    Unterricht und Equipment gibt es bei der Tamarin Bay Surf School, die direkt an der Bucht beim Hotel Veranda Tamarin sitzt und von Cyril Thévenau geleitet wird. Anfänger von 5 bis 77 Jahren lernen in der Gruppe oder allein; Schaumstoffboard, Neoprenschuhe und Neoprenanzug sind im Preis enthalten. Für Fortgeschrittene gibt es Kurse in der Bucht und auf dem Riff. Verliehen werden rund 100 Boards vom Shortboard über Mini-Malibu und Schaumstoffboard bis zum Longboard, stundenweise, tageweise oder für mehrere Tage; als Pfand sind Rs 2.000 pro Board und ein Pass oder Ausweis zu hinterlegen. Wenn Sie sich über die Wellenverhältnisse informieren möchten, können Sie sich jederzeit an das Team der Surfschule wenden. Mehr dazu auf surf-mauritius.com.

    Tamarin Bay
    Lädt Google Maps

    Le Morne

    Auch Le Morne, etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Tamarin entfernt, ist fürs Wellenreiten geeignet. Hier gibt es die sogenannte One-Eye-Welle, die weltberühmt und nur für sehr erfahrene Surfer geeignet ist. Die Surfclubs unterrichten an diesem Spot nicht und erlauben auch nicht, dass dort mit geliehenem Equipment gesurft wird. Falls Sie sich trotzdem in die Strömung der One-Eye hinauswagen möchten, rate ich Ihnen, den Trip zusammen mit Einheimischen zu unternehmen, die sich dort auskennen.

    Le Morne aus der Luft, an den Außenriffen brechen die Wellen
    Le Morne aus der Luft, an den Außenriffen brechen die Wellen Foto: dronepicr, CC BY 2.0

    Weitere Spots in der Gegend erreicht man mit dem Boot. Für Anfänger geeignet sind bei kleiner Dünung Ti Reef, der einzige Beachbreak an der Pointe du Morne, und Manawa. Die Tamarin Bay Surf School bietet Surftrips mit dem Boot zu diesen Spots an.

    One Eye (Le Morne)
    Lädt Google Maps

    Ilôt Sancho

    Der dritte bekannte Surfspot liegt an der Südküste, etwa 15 Kilometer östlich von Le Morne, bei Rivière des Galets vor der Ilôt Sancho. Wegen der zum Teil starken Strömungen und des relativ flachen Wassers, unter dem sich direkt das Riff befindet, ist auch dieser Spot nichts für Anfänger.

    Ilôt Sancho
    Lädt Google Maps

    Rücksicht im Line-up

    In Tamarin gibt es seit den 1980er-Jahren einen ausgeprägten Localism: Einheimische Surfer, die den Spot als ihren ansehen, nehmen sich gern die größten Wellen und setzen ihre eigenen Regeln durch. Wer sich respektvoll verhält und die Einheimischen respektiert, kommt in der Regel gut zurecht. Wenn Sie allerdings jede Welle mitnehmen und anderen Surfern keine Gelegenheit für die Wellen lassen, können Sie unter anderem Schwierigkeiten bekommen. Aber ich denke, das versteht sich von selbst!