# Fotografiemuseum

> Privates Fotografiemuseum in Port Louis mit historischen Kameras, Daguerreotypien und alten Postkarten; Mo bis Fr geöffnet.

In einer kleinen Seitenstraße im Herzen von Port Louis, fast gegenüber dem Theater, weist ein kleines Schild auf eine Sammlung von unschätzbarem Wert hin: das Fotografiemuseum von Mauritius. Neben einem kleinen romantischen Garten, in einem historischen Häuschen mit grauen Fensterläden, findet man diese private Sammlung. Das Glöckchen an der Tür macht auf jeden eintretenden Besucher aufmerksam und holt ein Mitglied der Familie Bréville aus dem Archiv, um die Besucher persönlich willkommen zu heißen.

![Eingang zum Fotografiemuseum in Port Louis](https://www.xn--der-mauritius-reisefhrer-ftc.de/photos/commons/fotografie-museum-eingang.jpg "Foto: Shoestring (Wikivoyage) · Public domain · https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Port_Louis_Photography_Museum.JPG · https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/")

In chronologischer Reihenfolge kann man hier die Entwicklung der Kameras und der Fotografie auf Mauritius betrachten: angefangen mit einer der ersten fotografischen Aufnahmen auf der Insel über die immer kleiner werdenden analogen Fotoapparate bis hin zu riesigen Filmkameras und der Druckmaschine, auf der 1773 die erste Zeitung von Mauritius gedruckt wurde. Man kann auch den Fotoapparat sehen, mit dem 1860 indische Vertragsarbeiter aufgenommen wurden, um sie im Falle ihres Verschwindens leichter wieder ausfindig machen zu können.

![Historische Kameras in einer Vitrine des Museums](https://www.xn--der-mauritius-reisefhrer-ftc.de/photos/commons/fotografie-museum-kameras.jpg "Foto: Shoestring (Wikivoyage) · Public domain · https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Port_Louis_Photography_Museum_inside.JPG · https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/")

Jedes Ausstellungsstück birgt eine lange Geschichte in sich, die bruchstückhaft durch daneben aufgehängte Abzüge sichtbar wird. Eine Serie zeitgenössischer Fotografien, die von unterschiedlichen Künstlern zur Verfügung gestellt wurden, rundet das Museum mit einem modernen Touch ab.

Im Zentrum der Räumlichkeiten gibt es einen offenen Raum mit einem Regal, gefüllt mit Büchern über unterschiedliche Fotografietechniken, mit historischen und modernen Bildbänden, Seminararbeiten und vielem mehr. Ein weiteres Highlight liegt in leicht abgedunkelten Vitrinen: Daguerreotypien, eines der frühesten Fotoverfahren, benannt nach seinem Erfinder Louis Daguerre, kann man hier bestaunen. Es handelt sich um Kupferplatten, die mit Silber überzogen und mit einer chemischen Lösung lichtempfindlich gemacht werden. Das Bild, das darauf erkennbar wird, ist spiegelverkehrt und darf weder berührt noch der Sonne ausgesetzt werden. Dementsprechend wird es in goldenen Schutzetuis hinter einer Glasscheibe verwahrt.

Versteckt in den Schränken, die die Familie Bréville gerne für interessierte Besucher öffnet, ist eine umfangreiche Sammlung alter Postkarten verborgen. Alle erdenklichen Motive, die Mauritius bietet, sind hier archiviert, zudem 40 private Fotoalben. Wer etwas Zeit und natürlich Interesse mitbringt, kann sich hier aus einem etwas anderen Blickwinkel einen sehr eindrucksvollen Einblick in die Geschichte von Mauritius verschaffen. Die Familie Bréville nimmt sich gerne Zeit, Ihrem Besuch eine persönliche Note zu geben, und scheint über ein unendliches Wissen zu verfügen, das sie gerne weitergibt.

Gegründet wurde das Museum 1966 von dem anerkannten mauritischen Fotografen Tristan Bréville, der von Kindesbeinen an von der Fotografie fasziniert war, und seiner Frau Marie-Noëlle. Gemeinsam recherchierten und erwarben sie auf der ganzen Welt diese Zeitzeugen der Fotografie auf Mauritius, um dieses Stück Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Tristan Bréville starb 2022; die Familie führt das Museum weiter. Die Sammlung zählt Hunderttausende Negative, mehr als 5.000 Glasnegative, 9.000 Postkarten und mehr als 1.000 Kameras, dazu Daguerreotypien aus den Anfangsjahren der Fotografie. Aber das Wichtigste ist, eine Familie zu treffen, die keine Mühe gescheut hat, die Geschichte ihres Landes in Erinnerung zu bewahren.

[Video auf YouTube ansehen](https://www.youtube.com/watch?v=r60gbAOyLHc)

Kontakt: Musée de la Photographie\
Rue de Vieux Conseil et W. Churchill, Port Louis\
Telefon: +230 211 1705\
[Facebook-Seite des Museums](https://www.facebook.com/p/Mus%C3%A9e-de-la-Photographie-%C3%8Ele-Maurice-Photographic-Museum-of-Mauritius-100057584825463/)\
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag bis 15 Uhr (den Beginn am besten telefonisch erfragen)\
Eintritt: Den Preis bitte vor Ort oder über die Facebook-Seite erfragen\
Google Maps: [Musée de la Photographie](https://www.google.com/maps/search/?api=1&query=Mus%C3%A9e+de+la+Photographie%2C+Rue+du+Vieux+Conseil%2C+Port+Louis%2C+Mauritius)

Quelle: https://www.xn--der-mauritius-reisefhrer-ftc.de/fotografie-museum/
