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Port Louis ist die Hauptstadt von Mauritius und gleichzeitig wirtschaftliches Zentrum des Landes.
Mit ca. 200.000 Einwohnern ist Port Louis die größte Stadt der Insel. Viele Mauris kommen aus dem Umland jeden Morgen zum Arbeiten in die Hauptstadt, was das Verkehrschaos erklärt. Port Louis ist keine, im klassischen Sinne, "schöne" Stadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, jedoch ist sie sicher einen Besuch wert, um die mauritische Kultur besser kennenzulernen und in den Alltag der Mauritier einzutauchen.
Eine besondere Attraktion in Port Louis ist die Pferderennbahn Mauritius Turf Club. Die zweitälteste Pferderennbahn der Welt zieht zwischen Mai und Dezember (samstags, ca. 12 Uhr) unzählige Einheimische und natürlich auch Touristen an. Während die einen in Anzug und Kleid auf den oberen kostenpflichtigen Tribünen Sekt schlürfen (Frauen: 100 Rs, Männer: 175 Rs), nehmen die meisten Zuschauer auf den unteren (kostenfreien) Tribünen, bzw. im Mittelfeld der Rennbahn Platz. Sobald die Jockeys zu sehen sind herrscht angespannte Stimmung und nach dem Startschuss gibt es für die meisten kein Halten mehr. Da wird angefeuert, gejubelt oder geflucht, je nachdem ob man auf das richtige Pferd gesetzt hat oder nicht. Wer zwischen den verschiedenen Läufen Hunger oder Durst bekommt, wird sicherlich im Mittelfeld der Rennbahn fündig, denn dort reihen sich Stände mit den unterschiedlichsten Leckereien aneinander. Die Stimmung erinnert sehr an Volksfest.

Die meisten Besucher zieht es zur Waterfront. Dort ist ein großes, edles Einkaufszentrum (Caudan Waterfront) direkt am Wasser entstanden, das mit noblen Designer-Boutiquen aber auch mit hippen Surfershops lockt. Verschiedene Cafés und Restaurants laden zum Verweilen mit Blick auf den Hafen ein. Übrigens ist eine Zeichnung der Waterfont auf den 50-Rs-Scheinen abgebildet.
Läuft man ein Stück weiter Richtung Zentrum erlebt man das Kontrastprogramm, denn hier ist reges Treiben und besonders auf dem Central Market ist immer was los. In einer denkmalgeschützten Halle werden hier die unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten verkauft. Nebenan befinden sich mehrere Hallen mit Fleisch und Geflügel. Vorsicht ist geboten, denn hier versuchen Taschendiebe ihr Glück.

Wagt man sich weiter ins Stadtzentrum, Richtung Chinatown, so ist man von Gegensätzen umgeben. Auf der einen Seite imposante Bauten, wie das Air Mauritius Center neben kleinen, halbverfallenen Häuschen. Dennoch hat Port Louis seinen eigenen Charme. So wird man beispielsweise immer jemanden finden, der einem geduldig den Weg erklärt (oftmals sinnvoller als sich auf falschen/verwirrenden Karten zurechtzufinden) oder einen im dichten Verkehr aus der Parklücke lotst. Die Hilfsbereitschaft der Mauris ist wirklich beeindruckend. Sucht man im Gewusel einen Ort zum Durchatmen und kurzen Verschnaufen, so geht man am besten in den Company Garden (im Westen der Stadt, in der Nähe des Government House). Hier gibt es eine kleine grüne Oase inmitten des lärmenden, betriebsamen Geschehen.
Empfehlenswert ist es, einmal auf den Restaurant-Besuch zu verzichten und die Angebote der Imbiss-Stände zu probieren. Besonders Samosas, Teigtaschen mit Gemüse- oder Fleischfüllung, gibt es an jeder Ecke frisch zubereitet.
Parken: Es gibt ein Parkhaus direkt an der Waterfront, das auch ausgeschildert ist. Allerdings übersieht man die Schilder leicht. Von Süden kommend, auf der Autobahn (M1) geht es links ab zum Waterfront Parking. Die ersten zwei Stunden kosten 25 Rs, danach kostet jede angefangene Stunde 25 Rs.
Bus: Von nahezu allen größeren Orten auf der Insel kommt man nach Port Louis per Bus. Der Busbahnhof liegt ziemlich zentral, so dass man die Stadt sehr gut zu Fuß erkunden kann. |